Fassatal 2016-17

- Val di Fassa -

Das Fassatal: Knödel, Ladiner und Pistenspaß in den Dolomiten

Während die aufkommende Dunkelheit den Dolomiten ein wunderschönes Farbenspiel beschert, kommen wir am Abend im Fassatal in der kleinen Gemeinde Canazei an, wo wir sogleich nach dem Einchecken im Hotel Azola von Alice, einer Mitarbeiterin des Tourismusverbands, begrüßt werden. Spannende Tage in der berühmten Tourismusdestination inmitten der Dolomiten stehen uns bevor.

Schnee, Speck und Après-Ski

Wer meint, unser erster Tag im Fassatal würde mit Skifahren beginnen, irrt sich. Als erster Punkt auf dem Tagesprogramm steht ein Besuch der Aquarena Dòlaondes in Canazei an. Hier treffen wir uns mit dem Bergführer Etienne Bernard, der das Fassatal wie seine Westentasche kennt. Das jedoch nützt ihm gar nichts: Wir fordern nämlich zur ersten x-challenge. Da wir im Fassatal sind, das für Knödel, Speck und Käse überregional bekannt ist, lautet die erste Challenge wie folgt: Die Wasserrutsche auf Zeit hinunterjagen, dann zum Schwimmbecken sprinten, das Becken durchkraulen und am Ende des Beckens nach dem versenkten Speck tauchen. Wir gewinnen gegen das italienische Team. Der Wetteinsatz dieser x-challenge lautet Schuhplattln. Mehr dazu an anderer Stelle...

Endlich! Wir lassen das Hallenbad hinter uns und fahren mit der, direkt im Ort startenden Gondel auf den Sass Pordoi, um die sieben Skigebiete Alpe Lusia, Belvedere - Col Rodella, Buffaure - Ciampac, Carezza, Catinaccio, Fedaia - Pian dei Fiacconi und San Pellegrino - Falcade zu erkunden. Leider spielt die Wetterfee nicht mit, es ist neblig und es beginnt zu schneien. Gut, dass wir hier im Trentino sind, das für seine exzellente Küche bekannt ist: Deswegen machen wir aus der Wetternot eine Tugend und essen in einem schicken Bergrestaurant zu Mittag. Die Skigebiete im Fassatal besitzen zusammen ganze 210 Pistenkilometer – abwechslungsreiche blaue, rote und schwarze Pisten, ein Bagjump (Schanze mit großem Luftkissen als Landung), moderne Lifte und eine atemberaubende Aussicht machen das Skifahren hier zu einem absoluten Erlebnis. Nach ein paar Schwüngen auf den frisch beschneiten Pisten treffen wir uns am späteren Nachmittag mit Alice auf einen Drink und der Après-Ski-Bar „Paradis“, die Nummer 1 am Platz inmitten der Ortschaft Canazei. Zugegeben: Nach einem Tag im Schneegestöber ist uns nicht nach Après-Ski zumute, sondern nach echter, italienischer Pizza mit rauchigem Speckbelag und heimischem Käse. In der Pizzeria El Pael treffen wir dann auch den Bergführer Etienne, der zur späteren Stunde den Wetteinsatz, der verlorenen Challenge am Mittag, einlösen muss. Um 20:00 Uhr ist es dann soweit: In der Cliff Bar in Canazei, einer Mischung aus Nobeldisco mit blauweißem Licht und schicker Bar, wird unser italienischer Kollege auf allen Vieren von Schuhplattlern umtanzt und bekommt immer wieder Klapse und Tritte. Tja, Speck-Tauchen muss man eben können.

Paragliden und Rindviecher im Fassatal

Aufgrund von extremen Schneefalls und extremen Sichtbedingungen müssen wir unsere geplante Paraglide-Tour heute ausfallen lassen, was wir mehr als schade finden. Die Gegend hier rund um die Gipfel des Marmolada-Massivs ist wie geschaffen für das Paragliden. Auch uns juckt es in den Fingern, die Dolomiten-Schönheiten von oben zu sehen. So verbringen wir den Vormittag in den verschiedenen Skigebieten. Zum Mittagessen gönnen wir uns einen August-Burger im Bergrestaurant Friedrich August. Klingt zwar unitalienisch, ist aber so regional und nachhaltig, wie es hier nur sein kann. Der Pattie des Burgers wurde aus dem Fleisch der Highland-Rinder gemacht, die rund um das Bergrestaurant herum auf den Almwiesen wohnen. Dass diese Tiere glücklich gelebt haben, schmeckt man sehr deutlich - absolut empfehlenswert. Ein paar Pistenabfahrten sowie einige Saunagänge später treffen wir uns mit Alice für die nächste x-challenge...

Die berühmten Knödel des Fassatals

Wir fahren eine sehr steile, kurvige Straße hoch, bis wir unseren Treffpunkt mitten auf der Localitá Passo Sella erreichen. Dort treffen wir auf Alex, den Fahrer einer Pistenraupe, der uns in einer Kabine für ca. 10 Personen auf dem Rücken der Maschine den Berg hochfährt zur Hütte Fienile Monte, wo die challenge stattfinden soll.

Auch Etienne, der Bergführer, ist wieder dabei: Er wird sich mit uns im Knödelmachen messen. Zur Jurorin wird die Köchin der edlen Hütte gekürt, sie muss es ja wirklich wissen. Knödel sind im Fassatal ein Nationalgericht. Jeder Handgriff schon während der Mischung der Zutaten (Eier, Semmelbrösel, Milch, Salz, Pfeffer, Speckwürfel, Schnittlauch) sitzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das italienische Team gewinnt: Die Knödel waren einfach fluffiger. Die selbstgemachten Knödel werden uns nach der Challenge mit Hirschgulasch und Zirbenrisotto mit Hirschkaree serviert. Italia, ti amiamo.

Das Fassatal und Eishockey

Am letzten Tag unseres Aufenthalts im Fassatal holt uns Alice gegen halb zehn in unserem Hotel ab. Wir begeben uns zur letzten x-challenge: Ein Eishockey-Spiel gegen zwei Spieler der Fassa Falcons, die im Val di Fassa Eisstadion stattfindet. Jedes Team stellt jeweils einen Torwart und einen Feldspieler. Zuerst spielt unser Feldspieler auf ein großes Tor, das der Torhüter des italienischen Teams gut bewacht. Unser Mann hat zwei Minuten Zeit, um möglichst viele Tore zu erzielen, leider gelingen ihm genau zwei. Nun spielt der Feldspieler der Fassa Falcons gegen unseren Tormann und wir kassieren direkt fünf Tore in zwei Minuten, obwohl das Tor gerade mal einen halben Meter breit und 30 Zentimeter hoch ist.

Direkt nach dem Match müssen wir unseren Wetteinsatz eingelösen: Hardcoretraining, wie es die Eishockey-Profis vormachen. Nach etlichen Hochsprüngen, Liegestützen, Parcours und vielen weiteren anstrengenden Übungen, brechen wir mit einem müden Lächeln zur nächsten Destination auf...

Fazit

Auch wenn das Wetter bei unserem Aufenthalt nicht so gut war, so fanden wir es in Val di Fassa trotzdem phänomenal. Die Gastfreundschaft, das Essen und 210 abwechslungsreiche Pistenkilometer haben uns zum Fan gemacht. Wir möchten auf jeden Fall noch einmal zurück kommen, wenn das Wetter gut ist, damit wir dann auch noch das herrliche Panorama geniessen können.

Videos

  • Das Fassatal / Val di Fassa in Bildern
  • Alex im Interview mit Alexander Monteleone
  • Val di Fassa vs Schneehoehen.de x-challenge

Bilder

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Die Challenge am x-spot Fassatal

Im Fassatal müssen wir uns durch alle Challenges Zutaten erkämpfen, die wir für die Herstellung des traditionellen Canederli brauchen. Bei der ersten Challenge treten wir gegen zwei Eishockeyspieler der Fassa Falcons –– Alba di Canazei an. Der Torhüter Gianni Scola und Kapitän Thomas Dantone werden gegen zwei unserer Teammitglieder antreten. Wir werden versuchen mehr Pucks in ein Eishockeynetz zu schießen, als unsere Gegner. Um eine kleine Change zu haben, ist unser Netz -zum Glück- um einiges größer als das der Profis. Der Gewinner bekommt Brotscheiben als Zutat für den Canderli.

Am nächsten Tag in der Therme Dòlaondes Canazei werden wir einen Rutsch-Contest absolvieren. Das schnellere Team bekommt die Zutat Speck für den Knödel. 

Unser Wetteinsatz aber auch irgendwie eine Challenge, ist die Zubereitung des Canederli! Sportlich sind wir ja ganz gut auf der Höhe, aber Kochen!?!? Wir haben mal gehört Eier, da müssen mehr Eier rein.... ;-P Mit den Zutaten die wir haben müssen wir versuchen einen Knödel zu kochen. Der Chefkoch wird uns dabei über die Schulter schauen und am Ende auch bewerten. Hoffentlich haben wir genügend Zutaten.