Brixen

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Über Brixen und das Skigebiet Plose

Brixen, die altehrwürdige Bischofsstadt, liegt in Südtirol im schönen Eisacktal.

Brixen ist die drittgrößte Stadt Südtirols und eine der ältesten Städte Tirols. Bereits 828 n. Chr. wurde Brixen in einem Dokument erwähnt. Erst seit 1919 ist Brixen zusammen mit Südtirol Italien zugehörig, davor gehörte Südtirol noch zu Österreich. Das merkt man auch noch heute, denn fast jeder redet Deutsch.

Das “Haus”-Skigebiet Plose ist nur 7 Kilometer von der Stadt entfernt und gilt als eines der sonnigsten Gebiete Südtirols.

Der Hausberg der Brixener ist die Plose, ein Gebirgsstock in den Lüsner Bergen mit mehreren Gipfeln auf über 2500m ü. d. M.. Vom Örtchen St. Andrä kommt man mit der Plosebahn direkt ins Skigebiet.

Bilder

  • Außenansicht Hotel Traube
  • Blick in den Innenhof des Hotel Traube
  • Blick auf den Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz in Brixen
  • Blick in eine liebevoll geschmückte Weihnachtsmarkthütte auf dem Weihnachtsmarkt in Brixen
  • Bergrestaurant La Finestra auf der Plose mit Blick ins Tal
  • Skischuh-Wanderfüher mit Schülerin vor dem Plose-Schriftzug auf der Plose
  • 1. Aussichtspunkt der Skischuh-Wanderung
  • Gäste beim Skischuhwandern
  • Abgebrannte und alte Rossalm auf der Plose
  • Außenansicht der neuen Rossalm auf der Plose
  • Pächter Peter mit seinem Team in der Rossalm
  • Pfannspitzbahn von LEITNER ropeways
  • Start-Schild der Rudi Run Rodelbahn
  • Rodel-Regeln der Rudi Run in Plose
  • Los geht die Schlittenfahrt auf der 9 km langen Rudi Run
  • Solimans Traum 3 kurz vorm Start der Vorführung
  • Solimans Traum 3 in der Hofburg in Brixen
  • Hofgarten in Brixen
  • Blick von der Hofburg in Richtung Dom
  • Blick in den Dom zu Brixen
  • Kreuzgang am Dom zu Brixen mit alten, gut erhaltenen Fresken
  • Innenhof des Kreuzgang am Brixener Dom
  • Vorhof des Kloster Neustift
  • Blick über die angelegten Terrassen-Weinberge von Kloter Neustift
  • Neue Keltereimaschine des Kloster Neustift
  • Holz-Reifefässer des Kloster Neustift
  • Abfüllanlage der Kelterei im Kloster Neustift
  • Innenraum der Heiligen Margareth Neustift
  • Gewölbekeller zum Lagern von Wein im Kloster Neustift
  • Stiftskeller des Kloster Neustift
  • Weinverkostung mit Elias Holzer im Stiftskeller Kloster Neustift
  • Dessertwein gekeltert im Kloster Neustift

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Erster Stopp, Brixen und die Plose

Etwa 45 Kilometer südlich des Brenners im schönen Eisacktal liegt das mittelalterliche Städtchen Brixen mit seinem Skigebiet Plose. Unser erster Stopp der diesjährigen Reise durch Südtirol.

Anreise über den Brenner

Morgens um 9 ging es los, unsere einwöchige Reise nach Südtirol sollte beginnen. Einmal durch Deutschland und Österreich, um dann über den Brenner nach Italien zu gelangen. Sind wir schon immer begeistert, wenn wir in Bayern endlich die Berge erblicken, so erhielten wir auf der Brennerautobahn ganz neue Eindrücke. Zwischen den Bergen hindurch schlängelt sich die zweispurige Autobahn mit ihren rostigen Leitplanken. Überall sieht man alte Häuser und Höfe in den Bergen, die teilweise wie typische Bauernhäuser, teilweise wie südländische herrschaftliche Anwesen aussehen. Wir sind schwer begeistert und freuen uns auf die Zeit in Südtirol.

Einchecken im Hotel Traube

Gegen 19 Uhr sind wir dann endlich in Brixen angekommen. Es ist dunkel und schneit, aber man kann den mittelalterlichen Charme der Stadt trotzdem bereits erkennen. Unser Hotel ist in einem schmalen Gässchen, gegenüber einer Kapuzinerkirche mit Kloster aus dem 17. Jahrhundert.

Im Hotel werden wir freundlich empfangen, man hat schon auf uns gewartet. Wir bekommen unsere Zimmerschlüssel und eine Tüte mit Karten und Programmheften vom Tourismusverband. Schnell bringen wir unsere Sachen aufs Zimmer, ziehen uns etwas wärmer an und laufen zum Domplatz, um noch kurz einen Blick auf den berühmten Weihnachtsmarkt zu werfen. Wir sind recht spät dran und einige Hütten haben schon geschlossen - aber man kann immer noch sehr gut erahnen, wie schön und liebevoll dieser Weihnachtsmarkt inszeniert wird.

Weihnachtsmarkt Brixen

Der Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr von Ende November bis Anfang Januar auf dem Domplatz statt. Die Kulisse rings um den Markt ist wahrhaft beeindruckend, denn rund um den Domplatz befinden sich der altehrwürdige Dom, die spätgotische Pfarrkirche St. Michael und das alte Rathaus mit seinen Zinnen und Türmchen. Alle Händler bekommen eine Hütte gestellt: So bietet sich dem Besucher ein homogenes Bild aus schönen runden Holzhütten mit sechseckigen Dächern. Angeboten werden allerhand Waren, von Holzschnitzereien über Krippen bis zu handgefertigten Tonwaren, Glaskugeln und Tiroler Geschenkartikeln. Und natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Überall bieten die Händler Eisacktaler Spezialitäten an. Auch das Programm ist exquisit und jedes Jahr gibt es ein Licht- und Musikspektakel, in diesem Jahr war es “Solimans Traum 3”, den wir uns am nächsten Tag anschauen dürfen. Nachdem wir nun die noch offenen Stände besichtigt haben und sehr begeistert sind von den liebevollen Dekorationen überall, essen wir müde aber glücklich noch eine leckere Pizza im Restaurant Traube und fallen dann in unser Bett.

Auf zur Plose

Am nächsten Tag gehts schon früh zum Frühstück. Hier finden wir alles, was das Herz begehrt: leckere Brötchen, Brot, Toast, Zwieback, Eier, Wurst, Marmelade, Käse ... Wir bedienen uns am reichhaltigen Frühstück und machen uns danach auf zum Bus. Im Hotel hat man uns genau erklärt, in welchen Bus wir steigen müssen (Bus Nummer 321), der uns direkt ins Skigebiet fährt. Etwa 7 km liegt das Skigebiet entfernt. Zuerst geht es ein Stück durch Brixen und dann eine Serpentine hoch bis nach St. Andrä. Von dort aus geht es mit der Plosebahn weiter. Bevor wir in die Gondel steigen, gehen wir noch zum ansässigen Skiverleih “Rent and Go-Sportservice Erwin Stricker”, wo wir uns Schneeschuhe leihen. Heute werden wir nämlich unsere allererste Schneeschuhwanderung absolvieren.

Das Wandern ist des Müllers Lust….

Wir fahren also hoch auf die Plose und sind erstmal von den Socken, als wir hier oben das schöne Panorama des Eisacktals sehen. An der Bergstation der Plosebahn steht eine große Skulptur, das Wort Plose aus großen Holzbuchstaben. Am großen O treffen wir unseren Guide Herbert. Er hilft uns, die Schneeschuhe richtig anzuziehen, dann warten wir noch auf unsere Mitwanderer und schon gehts los. Ca. 8 km sollen wir zurücklegen. Am Anfang laufen wir über einen präparierten Winterwanderweg und gehen nur ein paar Mal am Wegesrand in den Tiefschnee, um das richtig Gefühl für die Schuhe zu bekommen. Wir haben unsere Wanderstöcke von Leki dabei - das ist wirklich wichtig, denn ohne Stöcke wäre man oft aufgeschmissen. Der Weg führt uns Richtung Rossalm. Zuerst finden wir die alte Rossalm, die in den 70er Jahren abgebrannt ist und dann etwas höher am Berg neu aufgebaut wurde. Nur ein “paar Meter” höher, die auf Schneeschuhen schon sehr weit und steil aussehen ;-)

Leckere Schmankerl auf der Rossalm

Aber Zähne zusammenbeißen und durch, heißt unsere Devise und gegen 12 Uhr sind wir pünktlich zum Mittag in der Rossalm auf 2.200 Metern. Empfangen werden wir vom Pächter Peter Hinteregger höchstpersönlich. Beim Essen gibt uns Peter dann auch gleich ein Interview. Gut gestärkt und voll neuer Kraft geht es nach der Pause weiter. Unser Ziel? Die Pfannspitzbahn, eine 10er Gondel, die erst 2016 von LEITNER ropeways gebaut wurde. Der Weg zur Bahn ging mitten durch den Tiefschnee und wir sind sehr froh über unsere Leki-Wanderstöcke. Wir haben viel Spaß und immer wieder sackt eine von uns im Schnee ein und ist bis zur Hüfte verschwunden. Nachmittags sind wir dann zurück an der Bergstation. Wir verabschieden uns von Herbert, denn wir starten gleich in unser nächstes Abenteuer.

Mit dem Rodel ins Tal

Heute fahren wir nämlich nicht mit der Bahn ins Tal, sondern mit dem Schlitten über die 9 Kilometer lange Rodelbahn. Die Rudi Run wird täglich neu präpariert und schlängelt sich in einer Serpentine mehr oder weniger direkt unter dem Verlauf der Plosebahn bis hinunter zur Talstation. Die Schlitten bekommen wir beim Skiverleih, die auch eine Filiale an der Bergstation haben. Am Anfang ist uns ein wenig mulmig zumute, denn die Bahn geht am Anfang relativ steil gleich in eine Kurve. Beim Rodelverleih hat man uns noch erklärt, wie man bremst und lenkt. Im Grunde hat man die “Zügel” selbst in der Hand und zieht daran wie beim Pferd und übt zusätzlich mit den Beinen Druck aus. Gebremst wird mit den Füßen, die man fest in den Boden stemmt.

Nun geht es also los und wir stürzen uns wagemutig die Böschung hinunter. Zuerst etwas langsamer, um die Lage zu sondieren, doch schnell haben wir den Dreh raus und können Gas geben. Immer wieder sind Buckel in die Piste eingebaut, damit es nicht langweilig wird. Wir sind rund 45 Minuten unterwegs, bis wir erschöpft, aber voller Euphorie unten ankommen. Noch schnell die Schlitten abgeben und mit dem Bus zurück ins Hotel und umziehen.

Solimans Traum 3

Gleich gehts auch schon weiter, denn heute ist die letzte Vorstellung dieser Saison von “Solimans Traum 3”. Im Hof der Hofburg versammeln sich die Zuschauer und dann geht es auch schon los: Mit Beamern werden Bilder an die Wände der Hofburg projiziert, dazu läuft passende Musik oder gesprochene Texte, die auf die Bilder abgestimmt sind. Die Licht- und Musikshow ist eine Produktion der französischen Lichtkünstler von Spectaculaires-Allumeurs d’Images. Dabei wird die Geschichte des Elefanten Solimans erzählt, der im 16. Jahrhundert auf seinem Weg nach Wien durch Brixen kam. Sehr spektakulär und empfehlenswert! Nach der Vorstellung essen wir noch schnell etwas und fallen dann nach einem langen erlebnisreichen Tag in unsere Betten.

Stadtführung Brixen

Auch dieser Tag startet mit einem ausgewogenen und leckeren Frühstück. Danach checken wir aus dem Hotel aus, da wir heute Abend schon in einen neuen x-spot fahren, und gehen zur Touristeninfo in Brixen. Dort treffen wir Heinrich, unseren Stadtführer für die nächsten beiden Stunden. Wir starten beim Stadttor und gehen weiter in den Hofgarten. Dies ist ein wunderschön bepflanzter Garten, der von Stadtgärtnern gepflegt wird. Schöne Blumen, aber auch Nutzpflanzen blühen dort im Sommer. Das Gemüse wird an die ortsansässigen Mensen von Schulen und Altersheimen geliefert. Weiter geht es zur Hofburg bis zum Domplatz, wo wir den weißen Turm und das Rathaus sehen. Danach gehen wir in den Dom, der wirklich sehr eindrucksvoll ist. Auch der Kreuzgang ist noch gut erhalten und auf einem Fresko finden wir auch wieder den Elefanten Soliman. Brixen ist wirklich eine wunderschöne Stadt und wir beschließen, noch einmal im Sommer zurückzukommen, wenn alles blüht und im Sonnenlicht erstrahlt.

Kloster Neustift

Da wir nun schon eine Portion Kultur genießen durften, geht es nun weiter zur nahegelegenen Kulturstätte, dem Kloster Neustift. Dort empfängt uns Elias Holzer und führt uns durch den altehrwürdigen Augustiner Chorherrenstift. Eine riesige Anlage, die alleine rund zwei Hektar Dachfläche besitzt. In der Anlage befinden sich eine Weinkelterei, der Sitz der 25 aktiven Chorherren, das Schülerheim Neustift, ein Internat für 90 Buben aus dem Umland, das Bildungshaus mit Lern-Angeboten von Yoga über Kräuterkunde bis hin zu Sprachkursen anbietet sowie die Pfarrei zur “Hl. Margareth Neustift”. Wir schlendern über das Gelände und erfahren sehr viel über die Weinkelterei. Zu guter Letzt gibt es noch eine Weinprobe im Stiftskeller unter professioneller Anleitung. Wieder ein durch und durch gelungener Tag. Müde machen wir uns auf den Weg nach Sterzing, unserem nächsten x-spot.

Unser Fazit:

Brixen mit dem Hausberg Plose ist eine tolle Destination. Gerade im Winter bietet sie mehr als nur Wintersport. Hier kann man auch mal einen Tag abseits der Pisten verbringen. Wer nur Skifahren möchte, gelangt nur mit dem Bus ins Skigebiet. Auch im Sommer erscheinen uns Brixen und sein Umland als sehr interessant. Wer gerne durch die Altstadt flaniert, ist hier genau richtig! Eine abwechslungsreiche Destination für alle, die nicht nur im Skigebiet unterwegs sein möchten.